1. Baselbieter Brass-Day

Der erste Baselbieter Brass Day war ein voller Erfolg

Beim ersten Baselbieter Brass Day in Münchenstein nahmen 150 Schülerinnen und Schüler aus allen Musikschulen des Kantons BL, Dornach, MUSOL und dem unteren Fricktal teil. Der Tag war ein riesiges Erlebnis!

Innerhalb der Weiterbildung mehrerer Musikschulen aus dem Kanton Baselland 2024 schlugen die Lehrpersonen für Blechblasinstrumente vor, einen Brass Day ins Leben zu rufen. Ziel war es einerseits, die aktuellen Schülerinnen und Schüler zusammenzubringen und ihnen ein gemeinsames Erlebnis zu bieten, andererseits mittels Öffentlichkeitsarbeit auf die Blechblasinstrumente aufmerksam zu machen.

Ein grosser Tag mit namhaften Dozierenden
Nach etwas mehr als einer einjährigen Vorbereitungszeit trafen sich am Samstag, 31. Januar die Mitwirkenden um 09:00 Uhr im Kultur- und Sportzentrum in Münchenstein. Die diversen Schulen begrüssten sich gegenseitig mit einer kurzen musikalischen Präsentation. Anschliessend wurden die für den Vormittag eingeladenen namhaften Dozierenden aus der ganzen Schweiz vorgestellt: Huw Morgan, Trompete, Kathleen Gaspoz, Cornet/Flügelhorn, Andrea Scherrer-Matter, Althorn, Alexandre Zanetta und Sebastian Schindler, Waldhorn, Irmgard Ripfel, Euphonium, Domenico Catalano, Posaune und Sophia Nidecker, Tuba.

Ein vollbepackter Tag - es ging Schlag auf Schlag
Die Gruppen verteilten sich instrumentenweise in unterschiedliche Räume innerhalb Münchensteins und arbeiteten den ganzen Vormittag mit den renommierten Musikerinnen und Musikern. Diese wiederum verabschiedeten sich vor dem Mittagessen mit einem kurz davor einstudierten Stück und demonstrierten ihre grossartige Musikalität.
Anschliessend galt es die hungrigen Mäuler zu versorgen, bevor am Nachmittag Ensembleproben auf dem Programm standen. Es wurden neun Ensembles mit unterschiedlichen Besetzungen und Niveaustufen gebildet. Am Nachmittag probten Lehrpersonen aus den verschiedenen Musikschulen intensiv an den Stücken.
Kurz vor dem Schlusskonzert trafen sich alle wieder im Kultur- und Sportzentrum. Dort galt es alle auf und um die Bühne zu positionieren, damit das gemeinsame Schlussstück zusammengefügt werden konnte. Unter der Leitung von Ivan Estermann erklangen alle 150 Instrumente gemeinsam - was für ein Klang!

Schlusskonzert vor vollem Haus
Knapp 600 Plätze bot der Saal für das Schlusskonzert. Die neun Ensembles, welche die Stücke am Nachmittag zum ersten Mal gemeinsam geprobt hatten, gaben ihr Bestes, was das Publikum mit grossem Applaus würdigte. Den Schlusspunkt setzte das gemeinsame Stück «Middlewood Festival» von Marco Nussbaumer.
Danach war ein intensiver, lehrreicher und spannender Tag mit viel Musik beendet, bei welchem alle ein unglaubliches Engagement zeigten und teilweise sichtlich müde nach Hause gingen.
Diverse Printmedien, ein Radiosender sowie ein lokales Fernsehen haben über den Brass Day berichtet und so die Faszination der Blechblasinstrumente in die Region getragen. Ein grosser Dank gilt dem Verband Musikschulen Baselland sowie dem Amt für Kultur Basel-Landschaft für die finanzielle Unterstützung. Ein weiterer Dank geht an alle Mitwirkenden, Dozierende, Lehrpersonen, Helfer und Helferinnen.

Im Namen des Organisationsteams
Martin Burgunder

Samstag, 31. Januar 2026

Veranstaltungsort:
Kultur- und Sportzentrum Münchenstein
(Eröffnung, Mittagessen und Schlusskonzert)
Workshops und Proben in weiteren Räumen in Münchenstein.

Trompete, Cornet, Flügelhorn, Althorn, Waldhorn, Bariton, Euphonium, Posaune, Tuba. | Zusammenspiel!

Tagesplan

09:00 Musikalische Eröffnung / Begrüssung
Vorstellung der Dozierenden
10:00-12:00 Workshops mit den Dozierenden
12:30 Musikalischer Gruss der Dozierenden, anschliessend Mittagessen
14:00-17:00 Ensembleproben mit Lehrpersonen der Musikschulen Baselland
18:00 Schlusskonzert
 
 

Inhalte des Tages

Siehe dazu auch das Informationsschreiben an die Schüler:innen [download].

Am Vormittag sind die Schüler:innen zu den externen Dozierenden aufgrund ihres Instruments eingeteilt. Die Dozierenden vermitteln instrumentenspezifische Kniffs, und Tricks, erarbeiten ein Stück und üben auch das im Finale mit allen gemeinsam vorgetragene Stück.

Für den Nachmittag meldet man sich in eines der Niveaus «leicht», «mittel», «fortgeschritten» der klassischen Ensemble-Formationen «Klassik» bzw. «Brass Band» an:

Die Ensembles werden von Lehrpersonen der Musikschulen geleitet. Es werden Stücke gespielt, welche die Leitenden bereitstellen und wo nötig auch ein Arrangement auf das Niveau der Schüler:innen zuschreiben. Ebenso wird an dem im Finale (Schlusskonzert) mit allen gemeinsam vorgetragenen Stück gearbeitet.

Das Notenmaterial und die Anzahl an Ensembles können erst bestimmt werden, wenn die Anmeldungen vorliegen.

Abgeschlossen wird der Tag mit dem Finale (Konzert), in welchem die Ensembles das Erarbeitete präsentieren und das gemeinsame Stück musiziert wird.
 

Teilnehmende Musikschulen

Die 15 Musikschulen des Kantons BL:

  • MS Aesch-Pfeffingen
  • MS Allschwil
  • MS Arlesheim
  • MS Binningen-Bottmingen
  • MS Birsfelden
  • MS beider Frenkentäler
  • RMS Gelterkinden
  • RMS Laufental-Thierstein
  • MS Leimental
  • RMS Liestal
  • MS Münchenstein
  • AMS Muttenz
  • KMS Pratteln-Augst-Giebenach
  • MS Reinach
  • RMS Sissach

Die benachbarten Musikschulen:

  • Musikschule MUSOL
  • Musikschule Dornach
  • Musikschule unteres Fricktal

Dozentinnen und Dozenten

Trompete: Huw Morgan

Huw Morgan

Huw Morgan ist Gewinner der internationalen Trompetenwettbewerbe Prager Frühling, Ellsworth Smith, Girolamo Fantini, Only Brass und Lieksa. Er ist Solotrompeter des Sinfonieorchesters Basel, Gründungsmitglied des renommierten Londoner Blechbläserensembles Septura und Professor an der Hochschule für Musik in Luzern. Huw Morgan gibt Meisterkurse in Europa, Nord-Amerika und Asien.

Huw Morgan wurde in Süd-Wales (Großbritannien) geboren und studierte zunächst an der Chetham’s School of Music bei John Dickinson und Murray Greig, später an der Royal Academy of Music in London mit James Watson, Mark David, Robert Farley und zuletzt an der Zürcher Hochschule der Künste mit Frits Damrow, an denen er alle Diplome mit Auszeichnung abschloss.

Huw Morgan ist ein Yamaha Artist.

Cornet und Flügelhorn: Kathleen Gaspoz

Kathleen Gaspoz ist eine Kornettistin und Flügelhornistin aus dem Wallis.

Sie verfügt über einen Masterabschluss in Musik des Royal Northern College of Music in Manchester und spielte in einigen der renommiertesten Brass Bands Englands, unter anderem als Prinzipal-Kornettistin in der Brighouse and Rastrick Band sowie als Repiano-Kornettistin in der weltbekannten Black Dyke Band.

Sie ist mehrfache Schweizer Solistenmeisterin in der Kategorie Kornett und wurde 2017 bei den englischen Brass-Band-Meisterschaften in London mit dem Preis für die beste Solistin ausgezeichnet.

Derzeit bekleidet sie die Position der Prinzipal-Kornettistin in der Brass Band ihres Heimatdorfes, die Höchstklasse Brass Band «Écho des Glaciers».

Althorn: Andrea Scherrer-Matter

Andrea Scherrer-Matter ist in Landquart aufgewachsen und begann früh ihre musikalische Laufbahn. Sie gewann zahlreiche Solowettbewerbe, darunter den Titel «Best Horn of Europe» im Jahr 2004. Seit 2008 ist Andrea Scherrer Solo-Hornistin der Höchstklass-Brass Band Bürgermusik Luzern. Sie absolvierte zwei Masterstudiengänge in klassischem Gesang. Heute arbeitet Andrea Scherrer als Gesangslehrerin an der Musikschule Seon und unterrichtet Chor sowie Schulmusik an der Primarschule Schöftland.

Waldhorn: Alexandre Zanetta

Alexandre Zanetta

Alexandre Zanetta ist bei Paris aufgewachsen. Er ist ein gefragter Spezialist für Pädagogik und historische Hörner. Studien: Musikhochschule Hanns Eisler Berlin bei Pr. Marie-Luise Neunecker, Lübeck bei Jens Plücker und Schola Cantorum Basiliensis bei Thomas Müller und Jean-François Madeuf. Heute ist er als Dozent an der Schola Cantorum Basiliensis und an der HEM Genève tätig, spielt europaweit mit Ensembles wie Café Zimmermann, Il Pomo d'Oro und dem La Cetra Barockorchester Basel.

Waldhorn: Sebastian Schindler

Geboren in Leimen und aufgewachsen im Schwarzwald, erhielt Sebastian Schindler seine Hornausbildung bei Lehrern wie Georges Delvigne, Horst Ziegler oder Prof. Christian Lampert. Erste Orchestererfahrungen sammelte er im Weltjugendblasorchester und im Internationalen Jugendfestspielorchester Bayreuth. Seit 2003 ist er Mitglied der Jungen Deutschen Philharmonie und Mitglied des Schleswig-Holstein Musik Festival-Orchesters. 2003 gewann Sebastian Schindler die Position als stellvertretender Solohornist der Jenaer Philharmonie. Seit der Spielzeit 2008/2009 ist er stellvertretender Solohornist des Berner Symphonieorchesters. Seit 2013 leitet er eine Alphorn und Waldhornklasse an der Musikschule Seeland in Ins. Sebastian Schindler spielt seit 25 Jahren Kammermusik in vielen Formationen.

Euphonium/Bariton: Irmgard Ripfel

Aufgewachsen im bayerischen Allgäu, studierte Irmgard Ripfel nach der Berufsausbildung zur Mediengestalterin an der Hochschule Luzern - Musik Euphonium bei Thomas Rüedi und an der Hochschule der Künste Bern Blasmusikdirektion.

Irmgard Ripfel spielte im aulos Blasorchester, im Opernhaus Zürich, bei der Jungen Philharmonie Zentralschweiz, bei der Lucerne Festival Academy und im Lucerne Brass Ensemble. 2010 - 2018 war sie Dirigentin der Brass Band Musikgesellschaft Hohenrain.

Irmgard Ripfel unterrichtet an den Musikschulen Lenzburg, Staufen und Rothrist und ist Mitglied der Brass Band Imperial Lenzburg sowie des Swiss Symphonic Wind Orchestra.

Posaune: Domenico Catalano

Domenico Catalano ist seit 2014 Bassposaunist im Sinfonieorchester Basel und zählt zu den profiliertesten Posaunisten seiner Generation. In gleicher Position war er im Gewandhausorchester zu Leipzig und im Tonhalle-Orchester Zürich tätig. Als Solist und Kammermusiker ist er regelmäßig bei internationalen Festivals und Meisterkursen.

Seine künstlerische Arbeit verbindet technische Präzision mit stilistischer Vielseitigkeit – von historischer Aufführungspraxis bis hin zu zeitgenössischem Repertoire. In seinem Unterricht verfolgt er einen ganzheitlichen Ansatz, bei dem Klang, Ausdruck und mentale Präsenz im Mittelpunkt stehen.

Tuba: Sophia Nidecker

Sophia Nidecker, aufgewachsen in Basel, studierte bei David LeClair an der Hochschule für Musik in Basel und bei Prof. Anne Jelle Visser an der Zürcher Hochschule der Künste, wo sie den Master of Performance mit Auszeichnung sowie den Master in Pädagogik erlangte.

Zahlreiche Konzertengagements führten die vielseitige Tubistin zu renommierten Festivals, wie dem Lucerne Festival, dem Achtbrücken Festival in Köln, der Ruhrtriennale, dem Warschauer Herbst, dem Klang-Copenhagen Avantgarde Music Festival, dem JazzBaltica Festival und dem Schaffhauser Jazzfestival.

Sophia Nidecker ist festes Mitglied der Basel Sinfonietta, spielt im Sarah Chaksad Large Ensemble und ist Tubistin im Zurich Jazz Orchestra. Als Praktikantin spielte sie im Berner Symphonieorchester und im Sinfonieorchester Biel Solothurn, ist regelmässig im Sinfonieorchester Basel, im Sinfonieorchester St. Gallen und im Swiss Jazz Orchestra zu Gast und spielte u.a. am Opernhaus Zürich und im Lucerne Festival Contemporary Orchestra.

Sophia Nidecker unterrichtet Tuba und Euphonium an der Oberaargauischen Musikschule Langenthal sowie an der Musikschule Aaretal.

Die Presse berichtet

 
 

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